Jean Claude Dysli auf der Americana 2008

Juli 14th, 2010

Ich habe mal ein wenig in meinem Archiv gekramt und es ist mir dabei etwas Tolles in die Finger gekommen. Ich habe auf der Americana 2008 die Möglichkeit gehabt eine Vorführung von Jean Claude Dysli anzusehen. Ich bin nach wie vor von der Vorführung begeistert! Er reitet nur mit Hackamore (bzw. Bosal) fliegende Galoppwechsel, verstärkten Galopp (soweit dies in dem kleinen Showring möglich ist) und versammelten Galopp. Das Pferd trägt sich dabei in natürlicher Kopfposition selbst.

Man muss dazu sagen, dass das Pferd bereits sehr alt ist. Ich habe im Kopf, dass es bereits 30 Jahre alt ist.

Aber genug der Wort, hier findet ihr das Video:
Jean Claude Dysli auf der Americana 2008

Weitere Informationen zu Jean Claude Dysli sind hier zu finden:
http://www.jcdysli.de

Wieder wird der VLC-Player benötigt. Hier findet ihr ihn:
http://www.videolan.org/vlc/

Kursbericht Thomas Günther (Pro-Ride.net) auf dem Traberhof Scholl

Juli 12th, 2010

Ich habe im Natural Friends Forum gelesen, dass Thomas Günther von Pro Ride in meiner Nähe einen Kurs gibt. Nach einer Recherche und einigen Videos bei YouTube war schnell beschlossen den Kurs zu besuchen.
In einem netten Kontakt mit Sabine von Steckenpferd Reitwege Niederrhein konnte ich mich schnell und unkompliziert anmelden. Ich habe allerdings nur als Zuschauer teilgenommen, da Amarin momentan noch nicht in den Pferdeanhänger geht.

Samstag morgen dann ging es los. Ich bin wie immer im vollen Vetrauen auf mein Navi losgefahren und habe irgendwann an der Funktion des Gerätes gezweifelt, denn ich war überzeugt, dass hier nichts mehr kommen kann. Weit gefehlt! Der Traberhof Scholl liegt am Ende einer Sackgasse an einem malerischen See inmitten von Wiesen und Feldern. Aber seht selbst!


Angekommen gab es zuerst Kaffee zur Stärkung. Dabei wurde der Tagesplan besprochen und die Teilnehmer stellten sich und ihre Pferde vor. Besonderen Wünsche oder Themen für den Kurs wurden gern angenommen. Da es insgesamt 8 Teilnehmer waren wurden sie in kleinere Gruppen nach Leistungsstand und Schwerpunkt aufgeteilt.

Somit hatte jedes Pferd-Reiter Team Vormittags und Nachmittags jeweils eine Unterrichtseinheit. In der Pause zwischen den Einheiten waren alle Teilnehmer eingeladen zuzuschauen. Aus meiner Sicht hat das nur positive Effekte. Jeder Teilnehmer hat genügend Platz seine Aufgaben auszuführen, die Pferde haben schöne lange Pausen zum Fressen, sich auszuruhen und nachzudenken. Auf diese Weise hatte Thomas Günther für jeden Teilnehmer die nötige Zeit auf einzelne Probleme genau einzugehen, durch Mikrofon und Lautsprecher konnten alle Zuschauer genau hören, was gesprochen wurde. Man war also beinahe direkt dabei, konnte Probleme und deren Lösungen live miterleben.

Fasziniert hat mich, dass die Erklärungen immer wirklich auf den Punkt waren und die Teilnehmer stets in der Lage waren Vorschläge und Verbesserungen direkt in die Tat umzusetzen. Dabei kam nie der Eindruck auf, dass man es mit einem “Oberlehrer” zu tun hatte, durch seine lockere und nette Art konnte er aus jedem Teilnehmer das Optimum herauskitzeln.

Als Fazit: Schon als reiner Zuschauer bekommt man einen guten Einblick in die Arbeit von Thomas Günther und ist, wie man wohl heraushören kann überaus begeistert. Er geht einfach sehr nett aber bestimmt mit den Pferden um. Dabei ist er immer sehr fair und findet immer den perfekten Punkt den Druck wegzunehmen und damit das Pferd zu belohnen. Das geniale dabei ist, dass er dieses Timing und worauf es genau ankommt so gut erklärt, dass die Teilnehmer es direkt umsetzen konnten und auch die Zuschauer eine große Portion neues Wissen mit nach Hause nehmen konnten.
(Sinngemäß: “Das Pferd soll lernen dem Druck nachzugeben! Um dieses Ziel zu erreichen muss man genau dann nachgeben, wenn kein Druck mehr auf dem Seil ist. Ist man zu spät – also das Seil wieder gespannt – lernt das Pferd, dass es belohnt wird, wenn es gegen den Druck geht. Deshalb ist das richtige Timing entscheidend.”).
Jeder Teilnehmer hat in den zwei Tagen sehr gute Fortschritte gemacht und konnte für sich und sein Pferd vieles mitnehmen um daran zu üben. Ich lauere nun schon auf den Kurs im November auf dem Traberhof Scholl, mal sehen, wie weit ich bis dahin mit Amarin und dem Thema “Anhänger” gekommen bin.

Für alle noch einige Impressionen des Kursgeschehens, viel Spaß beim Schauen! (ich warte noch auf die Erlaubnis von einigen Teilnehmern, daher hoffe ich, dass es bald noch mehr Bilder gibt.)




Tiny Update

Juli 6th, 2010

Hallo zusammen,

da mir momentan ein wenig die Zeit wegläuft hier ein schnelles Update:
- Ich bereite gerade ein Video der ersten Schritte mit unserer Araber-Stute Akira vor
- Es sind einige neue Huffotos entstanden, die ich hier gern vergleichend einstellen möchte
- Der Krawatten-Knoten wird auch nachgeliefert ;) Ist schon im Kasten, bin nur noch nicht dazu gekommen!
- Es steht ein Kursbericht zu einem ganz tollen Kurs bei Thomas Günther (Pro Ride) auf dem Traberhof Scholl in den Startlöchern

Außerdem habe ich zwei tolle Neuigkeit:
Erstens: Ich werde am Wochenende vom 31.07.-01.08. einen Kurs von Silke Vallentin in Hannover besuchen. Dies zwar auch “nur” als Zuschauer, aber ich hoffe doch wieder einiges mitnehmen zu können.
Zweitens: Der Pferdeanhänger vom Pferdehof-Ahaus.de ist beinahe fertig, das bedeutet bald kann ich anfangen und mit den Pferdchen üben in den Anhänger zu gehen ;)

Wie gurte ich einen Westernsattel?

Juni 21st, 2010

Ich habe hier ein Video darüber erstellt, wie man einen Westernsattel richtig gurtet und welcher Gurt / Riemen welchen Zweck hat.

Dabei an erster Stelle ein paar Hinweise zur Benennung.

Der Lederriemen auf der rechten Seite des Pferdes nennt sich “Off Billet”.
Der Lederriemen auf der linken Seite des Pferdes nennt sich “Tie Strap”.
Der Gurt an sich heißt “Cinch”.
Die beiden Lederriemen sind normalerweise aus so genanntem “Latigo Leder”. Dies ist ein besonders unverwüstliches Material welches in der Westernsattlerei häufig benutzt wird.

Alles weitere seht ihr im Video, viel Spaß beim Schauen ;)

Um das Video anzusehen könnt ihr euch hier den VLC-Player herunterladen. http://www.videolan.org/vlc/

Herzlich Willkommen!

Juni 10th, 2010

Hallo Pferdefreunde,

ich habe diesen Blog eröffnet um über meine Erfahrungen mit Parelli Horsemanship und Natural Horsemanship im Allgemeinen zu berichten. Auf der Equitana Open Air am 29.05.2010 fand eine Vorführung zu dem Thema Parelli statt, die mich sehr fasziniert hat – obwohl ich sollte von vorn anfangen ;)

Ich heiße Daniela, bin pferdebegeistert und beschäftige mich seit dem 6. Lebensjahr mit Pferden. Ich habe wie viele andere auch zuerst mit Voltigieren gestartet, bin dann übergewechselt in die Reitabteilung unseres örtlichen Reitvereins. Es war ein englischer Reitstall und ich konnte dort mit den Reitschulpferden Stunden nehmen. Später kamen dann verschiedene Pflegepferde hinzu mit denen ich zum großen Teil im Gelände freizeitmäßig ausgeritten bin.
Vor dem Abitur musste ich das Hobby Pferd allerdings vorerst aufgeben, die direkt anschließende Ausbildung und die privaten Verhältnisse derzeit haben eine Beschäftigung mit diesem traumhaften – aber doch sehr teuren und zeitaufwendigen – Hobby leider nicht zugelassen.
Im Jahre 2007 flammte die Begeisterung allerdings wieder auf. Ich habe damals begonnen mich zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt wieder einzusteigen. Eine sehr nette Bekannte nahm mich damals auf einen Freizeitreiter-Tinkerhof mit. Dort konnte ich im Februar 2008 meine ersten Reitstunden in der Westernreitweise nehmen.

Nach einigen weiteren Informationen hatte ich beschlossen in der EWU (erste Westernreiter Union Union Deutschland e.V.) Mitglied zu werden um die Möglichkeit zu erlangen mich an den verschiedenen Reitabzeichen zu versuchen.
Im Juni 2008 erlange ich dann das Westernreitabzeichen Bronze.
Im September 2008 folgte das Deutsche Longierabzeichen IV.
In dieser Zeit habe ich sehr intensive Trainingseinheiten bei zwei verschiedenen Trainern erlebt.
Ein großer Dank hierbei geht an Ralf Seedorf und Tatjana Weck. Ohne diese beiden tollen, engagierten Trainer hätte ich das Westernreitabzeichen Bronze sicherlich nicht so schnell geschafft.
Bei Tatjana Weck auf der Ranch “Hünnekens Quarter Horses” hatte ich zu der Zeit mindestens einmal die Woche Unterricht auf gut ausgebildeten Schulpferden. Bei Ralf Seedorf auf der Roofman Ranch, derzeit noch an der alten Lokalität in Barver nahm ich weitere Stunden am Wochenende um mich bestmöglich vorzubereiten, mit Erfolg.
Danach ging ich das Deutsche Longierabzeichen an, ebenfalls bei Ralf Seedorf. Dieses mal auf der wunderschönen neuen Anlage in Dönsel. Fahrt hin und schaut es euch an, wirklich wunderschön!!

Danach begann eine wirklich spannende Zeit, denn ich engagierte mich sehr auf dem Pferdehof Ahaus lernte dabei meine beste Freundin Kirsten kennen und “unser” Pferd Amarin.
Ich durfte mich um Amarin kümmern, als wäre es mein eigenes und brachte ihn auf den Weg ein echtes Westernpferd zu werden. Er ist 1999 geboren, war 5 1/2 Jahre Hengst und kannte 2008 ausschließlich Stall und Weide.

Heute kann ich mit ihm lange Spaziergänge am langen Seil und Halfter unternehmen, ohne erschrecken oder Unruhe – wenn da nicht die Kühe wären. Nachdem ich ihm von Tinas-Westernshop seine Erstausrüstung im Westernstil gekauft hatte konnten wir auch unter dem Sattel losstarten.

In der Zwischenzeit habe ich weiter Reitunterricht genommen, hatte noch einen weiteren Trainer, Tobias Voglberger, der für kurze Zeit bei Hünnekens Quarter Horses trainierte. Dazu kamen zwei Kurse bei Tobias Voglberger, es war jeweils ein Basiskurs mit je einem anderen Pferd. Da Amarin bis heute nicht in den Anhänger geht konnte ich ihn leider nicht mitnehmen. Außerdem besuchte ich die Americana in Augsburg, ich hatte mir dafür eine komplette Woche frei genommen und die Messe sehr genossen, viele neue Informationen und Ideen erhalten.

Nach und nach habe ich mir mit Amarin die Arbeit unter dem Sattel erarbeitet. Heute geht er ruhig und gelassen im Schritt und Trab, wir arbeiten noch am Galopp. Ich konnte nun schon den ersten Spazierritt im Schritt mit ihm unternehmen.

Allerdings war ich mir unsicher wie ich von diesem Stand an weiter arbeiten sollte. Die “Erleuchtung” kam auf der Equitana Open Air in Neuss Ende Mai 2010. Dort gab es eine Vorführung zum Parelli Horsemanship. Ich hatte auf der Americana bereits eine Demonstration gesehen, allerdings wurde mir damals noch nicht klar, was Parelli bedeutet und wie mir die “7 Games” helfen können. Dafür aber heute und das um so heftiger! Ich erkannte, dass ich mir am Boden alles erarbeiten kann, was ich benötige um Amarin später sicher im Gelände reiten zu können und ihm nebenbei alle Sachen beizubringen, die heute noch nicht so gut klappen.

Dieser Blog widmet sich dem Parelli Horsemanship und Natural Horsemanship im Allgemeinen. Ich möchte euch hier von meinen Erfahrungen berichten. Ich wünsche allen Besuchern viel Spaß und Freude auf diesen Seiten!

Eure Daniela