Hallo Pferdefreunde,
ich habe diesen Blog eröffnet um über meine Erfahrungen mit Parelli Horsemanship und Natural Horsemanship im Allgemeinen zu berichten. Auf der Equitana Open Air am 29.05.2010 fand eine Vorführung zu dem Thema Parelli statt, die mich sehr fasziniert hat – obwohl ich sollte von vorn anfangen
Ich heiße Daniela, bin pferdebegeistert und beschäftige mich seit dem 6. Lebensjahr mit Pferden. Ich habe wie viele andere auch zuerst mit Voltigieren gestartet, bin dann übergewechselt in die Reitabteilung unseres örtlichen Reitvereins. Es war ein englischer Reitstall und ich konnte dort mit den Reitschulpferden Stunden nehmen. Später kamen dann verschiedene Pflegepferde hinzu mit denen ich zum großen Teil im Gelände freizeitmäßig ausgeritten bin.
Vor dem Abitur musste ich das Hobby Pferd allerdings vorerst aufgeben, die direkt anschließende Ausbildung und die privaten Verhältnisse derzeit haben eine Beschäftigung mit diesem traumhaften – aber doch sehr teuren und zeitaufwendigen – Hobby leider nicht zugelassen.
Im Jahre 2007 flammte die Begeisterung allerdings wieder auf. Ich habe damals begonnen mich zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt wieder einzusteigen. Eine sehr nette Bekannte nahm mich damals auf einen Freizeitreiter-Tinkerhof mit. Dort konnte ich im Februar 2008 meine ersten Reitstunden in der Westernreitweise nehmen.
Nach einigen weiteren Informationen hatte ich beschlossen in der EWU (erste Westernreiter Union Union Deutschland e.V.) Mitglied zu werden um die Möglichkeit zu erlangen mich an den verschiedenen Reitabzeichen zu versuchen.
Im Juni 2008 erlange ich dann das Westernreitabzeichen Bronze.
Im September 2008 folgte das Deutsche Longierabzeichen IV.
In dieser Zeit habe ich sehr intensive Trainingseinheiten bei zwei verschiedenen Trainern erlebt.
Ein großer Dank hierbei geht an Ralf Seedorf und Tatjana Weck. Ohne diese beiden tollen, engagierten Trainer hätte ich das Westernreitabzeichen Bronze sicherlich nicht so schnell geschafft.
Bei Tatjana Weck auf der Ranch “Hünnekens Quarter Horses” hatte ich zu der Zeit mindestens einmal die Woche Unterricht auf gut ausgebildeten Schulpferden. Bei Ralf Seedorf auf der Roofman Ranch, derzeit noch an der alten Lokalität in Barver nahm ich weitere Stunden am Wochenende um mich bestmöglich vorzubereiten, mit Erfolg.
Danach ging ich das Deutsche Longierabzeichen an, ebenfalls bei Ralf Seedorf. Dieses mal auf der wunderschönen neuen Anlage in Dönsel. Fahrt hin und schaut es euch an, wirklich wunderschön!!
Danach begann eine wirklich spannende Zeit, denn ich engagierte mich sehr auf dem Pferdehof Ahaus lernte dabei meine beste Freundin Kirsten kennen und “unser” Pferd Amarin.
Ich durfte mich um Amarin kümmern, als wäre es mein eigenes und brachte ihn auf den Weg ein echtes Westernpferd zu werden. Er ist 1999 geboren, war 5 1/2 Jahre Hengst und kannte 2008 ausschließlich Stall und Weide.
Heute kann ich mit ihm lange Spaziergänge am langen Seil und Halfter unternehmen, ohne erschrecken oder Unruhe – wenn da nicht die Kühe wären. Nachdem ich ihm von Tinas-Westernshop seine Erstausrüstung im Westernstil gekauft hatte konnten wir auch unter dem Sattel losstarten.
In der Zwischenzeit habe ich weiter Reitunterricht genommen, hatte noch einen weiteren Trainer, Tobias Voglberger, der für kurze Zeit bei Hünnekens Quarter Horses trainierte. Dazu kamen zwei Kurse bei Tobias Voglberger, es war jeweils ein Basiskurs mit je einem anderen Pferd. Da Amarin bis heute nicht in den Anhänger geht konnte ich ihn leider nicht mitnehmen. Außerdem besuchte ich die Americana in Augsburg, ich hatte mir dafür eine komplette Woche frei genommen und die Messe sehr genossen, viele neue Informationen und Ideen erhalten.
Nach und nach habe ich mir mit Amarin die Arbeit unter dem Sattel erarbeitet. Heute geht er ruhig und gelassen im Schritt und Trab, wir arbeiten noch am Galopp. Ich konnte nun schon den ersten Spazierritt im Schritt mit ihm unternehmen.
Allerdings war ich mir unsicher wie ich von diesem Stand an weiter arbeiten sollte. Die “Erleuchtung” kam auf der Equitana Open Air in Neuss Ende Mai 2010. Dort gab es eine Vorführung zum Parelli Horsemanship. Ich hatte auf der Americana bereits eine Demonstration gesehen, allerdings wurde mir damals noch nicht klar, was Parelli bedeutet und wie mir die “7 Games” helfen können. Dafür aber heute und das um so heftiger! Ich erkannte, dass ich mir am Boden alles erarbeiten kann, was ich benötige um Amarin später sicher im Gelände reiten zu können und ihm nebenbei alle Sachen beizubringen, die heute noch nicht so gut klappen.
Dieser Blog widmet sich dem Parelli Horsemanship und Natural Horsemanship im Allgemeinen. Ich möchte euch hier von meinen Erfahrungen berichten. Ich wünsche allen Besuchern viel Spaß und Freude auf diesen Seiten!
Eure Daniela